Termine & Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 07.September 2011

 

Kampagne „Heidentum ist kein Faschismus“ gestaltet Kinder-Ferienprogramm mit 

 

Pößneck/ Am Donnerstag, den 18. August 2011, gestaltete die HikF ein Tagesprogramm für das Kinderferienprogramm "Die Elemente des Lebens" des Mehr-Generationen-Hauses in Pößneck. Anne-Cathrin und Philipp, beide Studenten aus Jena und Mitglieder der Kampagne, arbeiteten ein Programm aus um den Kindern einen Einblick in Naturspiritualität allgemein und die Glaubenswelt der Germanen und Kelten im Speziellen zu geben.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der die beiden darüber sprachen wie sie zu ihrem jeweiligen Glauben gefunden haben, erfuhren die Kindern etwas über die Jahresfeste und in welchen davon noch heidnisches Brauchtum nachhallt bzw. welche heidnischen Ursprungs sind.

Danach ging es raus in die Natur. Auf dem Weg in das nahe bewaldete Plateau "Griebse" konnten die Kinder allerlei Baumfrüchte, Zweige, Steine u.ä. vom Boden aufsammeln, sie sollten die späteren Opfergaben für ein kleines Erntedank-Ritual werden. Ebenso erfuhren sie etwas über die Bäume und ihre Bedeutung für die Altvorderen, sowie die Herkunft der Wochentagsnamen und anderer Worte, in denen noch der Glauben der Germanen und Kelten nachhallt.

In der "Griebse" angekommen konnten die Kinder den Vögeln und dem Flüstern der Bäume im Wind lauschen und sie lernten etwas darüber, wie man Bäume anhand ihrer Blätter und Rinde erkennt. Außerdem erfuhren sie etwas über die heiligen Tiere der Kelten, wie etwa den Hirsch, einen Avatar des Cernunnos.

Zum Abschluß hielten alle auf einer nahen Lichtung das kleine Erntedank-Ritual ab und die Kinder konnten ihre Opfergaben den Göttern darbieten. Im Schatten zweier abgestorbener alter Bäume, neben denen jeweils ein neuer junger Baum sproß, erzählten Anne-Cathrin und Philipp schließlich etwas über den immerwährenden Kreislauf des Lebens und das ewige Vergehen und gleichzeitige Neuentstehen.

Zurück im Haus, nachdem sich alle gestärkt hatten, gab es eine Geschichte über den Weltenbaum der Germanen und die Kinder konnten ihre eigene Vorstellung des Baumes aufmalen. Danach gab es noch eine Geschichte über einen Jäger zu hören, der einen Hirsch jagt, am Ende jedoch selbst die Gabe des Cernunnos erfahren durfte.

Am Lagerfeuer, bei Knüppelkuchen, irischen Sagen und den Tin Whistle - Künsten von Anne-Cathrin ließen alle Beteiligten den Tag schließlich entspannt ausklingen.

Das Tagesprogramm und die Zusammenarbeit mit dem Mehr-Generationen-Haus war für die HikF ein Pilotprojekt. Nichtsdestotrotz war es für alle Beteiligten eine positive Erfahrung, den Kindern hat es gefallen und der erste Grundstein für zukünftige Zusammenarbeiten ist gelegt. 

 

In der Mai/Juni Ausgabe der "antifa", dem Magazin des VVN-BdA, veröffentlichte Tanja Girod einen Artikel, in dem sie über das Treffen von Vertretern der Kampagne H.i.k.F. mit Christen aus dem Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus in Gera berichtet.
HikF antifa 05 06 11.pdf
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Pressemitteilung vom 19.April 2011:

 

Kampagne "Heidentum ist kein Faschismus" trifft Geraer Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus

 

Pößneck/ Am 19. April folgten vier Vertreter der Kampagne "Heidentum ist kein Faschismus" einer Einladung des Geraer Jugendpfarrers Michael Kleim zum interreligiösen Dialog in das evangelische Gemeindezentrum der Stadt. Bei diesem ca. zweistündigen Treffen mit dem Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus hatten die H.i.k.F.-Unterstützer die Möglichkeit, die Hintergründe der Kampagne, deren Arbeitsweise, sowie Pläne für das Engagement gegen rechte Aktivitäten in der näheren Zukunft vorzustellen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde berichtete der Pößnecker und Initiator der Kampagne, Marco Görlach, über den Entstehungsprozess und die erreichten Erfolge, aber auch über die Grenzen, an die H.i.k.F. in der Vergangenheit gestoßen war. Philipp Hilarius, Student in Jena, erläuterte in einem zweiten Teil die Widersprüche heidnischer Naturspiritualität gegenüber einem "Heidentum", wie es von völkischen Gruppen und Nationalsozialisten propagiert wird. Die Begegnung endete mit einer interessanten Fragerunde und unter persönlichem Austausch. Alle Anwesenden, darunter eine Mehrheit von Christen, sind sich in dem Wunsch einig, weitere Treffen sowie eine konkrete Zusammenarbeit anzustreben. So seien auch in Gera Veranstaltungen denkbar, wie es sie im September 2010 in Pößneck gegen das Völkerfest der Nazis gegeben hatte. Die Mitglieder der Kampagne suchen weiterhin aktiv nach Unterstützung für das regionale und überregionale Engagement gegen Missbrauch europäischen Kulturguts durch Rechtsextreme.

"Keine Nazitreffen in Eschede!"

Samstag, 18.Dezember 2010

14:00 bis 17:00 Uhr

Treffpunkt am Bahnhof, Kundgebung an der L281

 

So sehr uns die Auflagen der Ordnungsbehörden empören, so groß ist unser Interesse als Kampagne, die Proteste gegen die "Brauchtumspflege" alter und neuer Nazis auf dem Hof Nahtz zu unterstützen! Deshalb möchten wir unsere Unterstützer und Sympathisanten aufrufen, möglichst durch ein Transparent beispielsweise, als Vertreter der Kampagne erkennbar, sich an der eher symbolischen Aktion zu beteiligen!

 

Diese Kundgebung wird organisiert vom Arbeitskreis "Gemeinsam gegen Extremismus" und der ev.luth. Kirchengemeinde.

 

Gerade Eschede sollte uns am Herzen liegen. Die Situation vor Ort scheint längst nicht so zu sein, wie sie wünschenswert wäre. Der Ablauf der Kundgebung, die Auflagen der Ordnungsbehörden - im Grunde haarsträubend und mit Rechtsstaatlichkeit nicht mehr zu erklären. Auf dem Hof Nahtz treffen sich alte und neue Nazis, Rassisten und Verbrecher. Sämtliche bedeutende rechte Strukturen sind vertreten und geben vor, alte germanische Riten zu zelebrieren. Eine Deutung des germanischen Heidentums, die zwar erst Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erfunden wurde, durch die Ideologen der Nationalsozialisten leider bis heute weit verbreitet ist. Grund genug, die Kampagne "Heidentum ist kein Faschismus" auch nach Eschede zu tragen! Im Augenblick stehen wir noch ganz am Anfang. Aber wir werden unseren Teil beitragen!

Einladung/Pressemitteilung

 

Kampagne H.i.k.F. - Heiden für Menschenrechte & Bildungswerk Blitz e.V. präsentieren den:

 

Thementag "Wandern zwischen den Welten"

Samstag, 27.November 2010

16:00 bis circa. 22:00 Uhr

in den Räumen des Bildungswerk Blitz e.V.

Kirchplatz 6, Pößneck/Thüringen

 

Im September 2010 gelang es der Kampagne "Heidentum ist kein Faschismus" erstmals, in der Öffentlichkeit als Heiden gegen Rechtsextremismus zu protestieren. Dazu wurden ganz unterschiedliche Angebote organisiert. Daran möchten wir anknüpfen und laden zu einer weiteren aufklärenden Veranstaltung in Pößneck zu heidnischen Themen ein!

 

Ablauf:

 

16:00 Uhr - Workshop "Runen" mit Duke Meyer

Der freie Blick auf Runen wird den meisten Menschen wegen zahlreicher Mythen, aber auch wegen deren Missbrauch durch Rechtsextremisten verwehrt. Mit einem aufklärenden Referat, möchte Duke Meyer die Runen ein stückweit entmystifizieren und einen offenen und unbelasteten Umgang mit ihnen fördern.

 

17:30 Uhr - Workshop "Kräuter" mit Felicia Molenkamp

Praktische Kräuterkunde, mythologische Beziehungen und magische Arbeit mit Kräutern - ein einführender Vortrag von Felicia Molenkamp.

 

19:00 Uhr - gemeinsames Abendessen

Wir kochen für Euch einen riesigen Topf unseres beliebten Irish Stew.

 

20:00 Uhr - Film "Wandern zwischen den Welten" von Jennifer Kunstreich

Die »Neuen Hexen« im 21. Jahrhundert stehen in Verbindung mit Bäumen, Naturgeistern und »Mutter Erde«. Die Männer und Frauen, die die Selbstbezeichnung »Hexe« heute für sich in Anspruch nehmen, verstehen sich als Grenzgänger zwischen den Anforderungen der modernen Welt und der Naturmagie der »Anderswelt«. Aus ihrer Verehrung der Natur ziehen die Hexen eine Weltanschauung, die ihnen Handlungssicherheit gibt, ihnen hilft Krisen zu bewältigen und Antworten bereit hält für den Umgang mit Tod und Verfall. Zugleich stehen die Protagonisten des Films durch ihre Identifikation mit diesem Weltdeutungssystem in mancherlei Spannungsverhältnis zu der sie umgebenden Alltagswelt. Sie werden als Spinner betrachtet und sind mit ängstlichem Aberglauben konfrontiert. Umgekehrt deuten die Hexen die Prozesse der modernisierten Gesellschaft in ihrer eigenen Weise.Was wie die esoterische »Wiederverzauberung der Welt« erscheint, wird so zu handfester Kulturkritik.

Die Regisseurin ist selbst anwesend und stellt sich nach dem Film der Diskussion.

 

Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Treffen von Unterstützern und Sympathisanten der Kampagne H.i.k.F. - Heiden für Menschenrechte statt! In gemütlicher Runde wollen wir uns kennenlernen und einige weitere Termine und Inhalte besprechen.

 

Weitere Veranstaltungen und Referate sind in Planung.

 

Informationen und Anmeldung sind über hikf@gmx.de möglich.

 

Marco Görlach für Kampagne H.i.k.F. - Heiden für Menschenrechte.

 

Graswurzelstruktur!

Bis zur Schaffung

einer neuen Webseite,

findet ihr uns

oder unsere Ansprechpartner

bei folgenden

Netzwerken, Foren & Gruppen: